Cloud vs On Premise Lösung – Was passt besser?

Lesedauer: 4min | Autor: Lukas Dubiel| 25.04.2021

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Vor der Benutzung einer neuen Software muss sich ein Unternehmen meist die Frage stellen, ob es auf eine Cloud Lösung oder doch auf eine On Premise Lösung setzt.

Immer mehr Anwendungen und Rechenleistung wird in der Cloud, sprich in großen Rechenzentren abgewickelt. Der weltweite Trend geht also hin zur Cloud.
Beide Möglichkeiten, ob Cloud oder On Premise, zeichnen sich jedoch durch unterschiedliche Eigenschaften aus und haben gänzlich andere Vor- und Nachteile.

Welche Lösung Sie in Ihrem Unternehmen nutzen sollten, erfahren Sie im Folgenden.

Was ist der Unterschied zwischen Cloud- und On-Premise Lösung?

Bei einer Cloud Lösung werden die Anwendungen und Daten auf externen Servern, den Servern des Anbieters gehostet. Man spricht in diesem Zusammenhang von Software-as-a-Service (SaaS).

Die Software wird dem Kunden als Abonnement bzw. Lizenzmodell mit monatlicher Zahlung bereitgestellt. Der Software Provider stellt also alle nötigen Services mitsamt Rechenleistung über die Cloud zur Verfügung.

Bei einer On Premise Lösung laufen Anwendungen über die lokal gehosteten Server des Unternehmens. Wenn die Software auf unternehmenseigenen Servern läuft, anstatt auf denen des Software-Anbieters, behält das Unternehmen die vollständige Kontrolle über die entstehenden Daten.

Cloud- oder On-Premise – Was ist günstiger?

Für global große global agierende Unternehmen und Konzerne führte der Weg schon vor einigen Jahren in die Cloud. Aufgrund riesiger zu verarbeitender Datenmengen und hohem Grad an Flexibilität und Skalierungsmöglichkeiten, ein logischer Schritt.

Aber ist der Wechsel in die Cloud auch für kleinere Unternehmen und KMU sinnvoll?

Cloudlösungen sind für kleinere Unternehmen in der Regel die kostengünstigere Variante. Hinsichtlich der effizienten Nutzung und der verfügbaren Infrastruktur sind sie zudem die kosteneffizientere Variante. Hier sind die Kosten als auch der zeitliche Aufwand zum Aufsetzen und Betreiben der Software geringer als bei On Premise Lösungen.
Cloud Lösungen eignen sich daher sehr gut für die meisten Kleinen- und Mittelständischen Unternehmen (KMU).

Cloud vs On Prem – Mit welchen Kosten muss ich rechnen?

On Premise Lösungen gehen mit sehr hohen einmaligen Kosten einher, denn für den Aufbau und Betrieb einer eigenen IT-Infrastruktur fallen zunächst hohe Kosten für die Anschaffung von Netzwerk, Server, Storages, Festplattenspeicher, Notstromversorgung und weitere Netzwerkkomponenten an. Hinzu kommt ein hoher Personalaufwand für die Inbetriebnahme, Instandhaltung und Wartung der Systeme. Regelmäßige Lizenzgebühren für die Nutzung der Software lassen sich mit einer On-Prem-Lösung trotzdem nicht vermeiden.

Wir haben bei einer On Premise Lösung demnach drei große Kosten-Faktoren, die es zu berücksichtigen gilt:

  • Einmalige Kosten der gesamten IT Infrastruktur
  • Kosten, für die regelmäßige Wartung der Systeme
  • Hoher Personalaufwand von IT Ressourcen
  • Laufende Lizenzgebühr für Nutzung der Software

Bei Cloudlösungen kommt es zu einem einzigen Kostenfaktor:

  • Laufende Lizenzgebühr für Nutzung der Software

Cloud Software – Die Vor- und Nachteile

Cloud-Softwares bieten im Vergleich zu On Premise Lösungen den klaren Vorteil, dass sie Zeit- und kosteneffizienter sind. Es muss nur exakt für die Leistung gezahlt werden, die gerade gebraucht wird und es wird kein physischer Platz benötigt.

Das Unternehmen kann sich dank Cloud-lösungen auf seine Kernkompetenz konzentrieren und sich bei Bedarf auf einen kompetenten IT-Service verlassen. Es müssen keine internen IT Ressourcen bereitgestellt werden, um unternehmensinterne Hardware- und Software-Systeme zu verwalten.

Ein weiterer großer Vorteil einer Cloud Software ist die Flexibilität, die ein Nutzer bzw. ein Unternehmen hinsichtlich der Kapazität genießt. Wenn kurzfristig deutlich mehr Netzwerk-Kapazitäten, höhere Performance oder mehr Speicherplatz benötigt werden, kann dies mit wenigen Klicks einfach über die Benutzeroberfläche dazugebucht werden.

Bei On Premise Lösungen muss bei Engpässen neue Infrastruktur gekauft und installiert werden, um eine Erhöhung der Performance und des Speicherplatzes sicherzustellen.

Kleinere Unternehmen, die oft ohne eigenes IT-Personal auskommen müssen, können eine Cloud-Lösung als Managed Service bei einem externen IT-Dienstleister buchen, wodurch Ressourcen ausgelagert werden können.

Mit Cloudbasierter Software können Sie ihr Ausfallrisiko bei einem Stromausfall oder ähnlichem minimieren. Die neuen Aktivitäten innerhalb der Software werden direkt abgespeichert oder können durch Sicherungs- oder Wiederherstellungsmaßnahmen gerettet werden.  

On Premise Software – Die Vor- und Nachteile

Einer der großen Vorteile, den Sie mit einer On Premise Software gegenüber einer Cloud-Software genießen, ist der Datenschutz. Sensible Daten werden in den eigenen Räumen und nicht außerhalb gespeichert und verarbeitet.

Durch die Nutzung einer eigenen IT-Infrastruktur kann vermieden werden, dass die Daten vom Service-Provider weitergenutzt werden.

Für Unternehmen, deren Ziel es ist, in den nächsten Jahren zu wachsen, und regelmäßig ihre Strukturen auszubauen, wird eine On Premise Lösung die Flexibilität beim Skalieren stark einschränken.

Im Gegensatz zur Cloudlösung müssen hier neue Hardware-Komponenten dazugekauft werden. Es bedarf einer hoch komplexen Erweiterung der bestehenden hauseigenen Infrastruktur, um die ansteigende Nachfrage zu bedienen. Ein Upgrade der Rechenleistung und Erhöhung des verfügbaren Speicherplatzes kann bei einer Cloudlösung dagegen mit wenigen Klicks erfolgen.

Die IT-Kosten, die bei einer On Premise Lösung anfallen, können nur sehr ungenau im Vorne herein kalkuliert werden. Beispielsweise können plötzlich auftretende Stromausfälle und Sicherheitslücken die Kosten ungeplant in die Höhe treiben.

Einer der weiteren Nachteile einer reinen On Premises Lösung besteht darin, dass die Server-Hardware selbstverständlich auch mehr Räumlichkeiten innerhalb vom Unternehmen in Anspruch nimmt.

Eine On Prem Lösung benötigt unternehmensinternes Personal, das bestens mit der Software, den Betriebssystemen, dem Unternehmens-Netzwerk, IT-Sicherheit und den Themen Datensicherung und Backups vertraut ist.

Wofür stehen in dem Zusammenhang SaaS, IaaS und SaaP?

Saas, IaaS und SaaP sind Abkürzungen für gängige Begriffe aus dem Cloud Computing. Sie stehen im Allgemeinen für die verschiedenen Möglichkeiten, über die Software-Anbieter ihren Cloud-Service anbieten.

SaaS steht für „Software as a service“. Ein Unternehmen mietet via Abo-Modell eine Software, bzw. die Lizenz für die Nutzung einer Software. Anstatt die Daten aber über die eigene Infrastruktur laufen zu lassen, wird stattdessen die Cloud des Anbieters genutzt. ERP-Systeme und klassische Office-Apps, wie z.B. Microsoft Teams oder Slack, laufen in der Regel als SaaS.

Der Begriff IaaS steht für „Infrastructure as a service„. Hierbei stellt der Software-Anbieter nur das Netzwerk und die Server zur Datenspeicherung und Verarbeitung zur Verfügung. Die Apps und Daten werden vom Nutzer des Cloud-Dienstes selbst verwaltet. Mithilfe einer API-Benutzeroberfläche können Anpassungen an der bereitgestellten Infrastruktur vorgenommen werden.

PaaS bedeutet „Platform as a service“. Vor allem Entwickler und Programmierer greifen gerne auf diese Variante zurück. Der Anbieter der Cloud stellt neben der gesamten Hardware-Infrastruktur auch das Betriebssystem und die Middleware bereit.

Auf der bereitgestellten Plattform können Entwickler an eigenen Anwendungen arbeiten, ohne sich um die zugrundeliegende Infrastruktur kümmern zu müssen.

Cloud- oder On Premise – Geht auch beides?

Viele Unternehmen möchten nicht komplett auf Cloudlösungen umsteigen. Sie möchten die Vorteile der besseren Individualisierungsmöglichkeiten oder die Sicherheit der Daten auf eigenen Server beibehalten. Um Vorteile beider Lösungen perfekt auszunutzen, gibt es auch hybride Lösungen.

Hybridlösung, um die Vorteile von Cloud und On Premise zu vereinen?

Vor allem, wenn ein Unternehmen viel mit sensiblen Daten und Informationen, wie z.B. Dokumente und Daten von Kunden, arbeitet, kann es sich lohnen einen klassischen Cloud-Server mit einer On Premises Lösung zu ergänzen, wodurch ein noch höheres Maß an Sicherheit geschaffen werden kann. Dies wird durch eine Hybrid Cloud-Lösung möglich gemacht.

Was ist eine Hybrid Cloud?

Bei einer Hybrid Cloud wird ein traditionelles Rechenzentrum vor Ort mit einer externen Cloud Software kombiniert. Dadurch können sich ausgewählte Daten vor Ort und andere auf den Servern vom jeweiligen Cloud-Anbieter befinden. Das ermöglicht Ihnen, über ausgewählte Daten die volle Kontrolle zu behalten.

Da es viele verschiedene Arten und Varianten für Hybrid Clouds gibt, lohnt es sich einen IT-Spezialisten zu Rate zu ziehen. Dadurch kann sichergestellt werden, dass beide Systeme nahtlos miteinander arbeiten und genau Ihren Anforderungen entsprechen.
Dieser hilft dabei nicht nur bei der Verwaltung der Systeme, sondern stellt auch sicher, dass Ihr Unternehmen weiterhin sämtliche Datenschutzanforderungen erfüllt.

Dadurch können Sie reibungslos auf sämtliche Speicher zugreifen und selber entscheiden, wo welche Daten gespeichert werden. Die Private Cloud kann dafür genutzt werden alle sensiblen Daten in der eigenen Hand zu behalten. Im Bedarfsfall hat man nicht nur einen sicheren Zugriff auf seine Daten, sondern auch eine geringere Abhängigkeit von einem externen Anbieter.

Welche weiteren Faktoren sind für die Wahl der richtigen Lösung entscheidend?

Beim Finden der richtigen Software-Lösung sollte natürlich nicht nur auf die Frage geschaut werden, ob es sich um eine On-Premises oder um eine Cloudlösung handelt.

Wichtig ist, bei der Auswahl einer neuen Software-Lösung, die Synergie zwischen den bereits genutzten Software-Systemen zu prüfen und eine möglichst saubere Kommunikation zwischen der neuen und den bestehenden Software Lösungen zu ermöglichen.

Die verschiedenen Lösungen, die ein Unternehmen nutzt, tauschen regelmäßig wichtige Daten und Informationen untereinander aus. Daher ist es essenziell, dass eine neue Software möglichst reibungslos mit den anderen Systemen der Unternehmens-Infrastruktur synergiert.

 

 

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